Erst das Vergnügen, dann die Arbeit-Overnighter

Ich bin immer von diebischer Freude geflutet, wenn es mir gelingt, eine kleine Radreise in den Alltag einzubauen, wo eigentlich keine reinzupassen scheint: Ob man einen frühen Zug nimmt, oder ab Vortag anradelt, das macht auf der Zeitachse fast keinen Unterschied. Für die Lebensqualität aber sehr wohl: Mit dem Zug (die Zeit geht quasi zu 85 Prozent als Computer-Arbeit in die Bilanz) bis Fulda. Dort aufs Rad durch die Rhön. Bei der Gelegenheit habe ich meine neue Taschen-Träger-Version am Rad ausprobiert: Erstes Fazit fällt für den Straßenbetrieb sehr positiv aus.

Komoot macht das zu quasi 98 Prozent fein bei super geringem Aufwand. 73 Kilometer feinster Wellen und Kurven. In Bad Kissingen traf ich Walter, der freundlicherweise schon die Verproviantierung übernommen hatte. Keine Dreiviertelstunde später waren wir am Spot. Anderntags lässig die 30 Kilometer Richtung Schweinfurt. Eine Dusche bei SRAM, Diensttermine erledigt, eine Mittagspause in der grandiosen Fleischerei-Bar vom Eurobike-bekannten Barista Michael Mangold und dann aufs Rad Richtung Würzburg. Den Wind mitten ins Gesicht, wurden die 37 Kilometer zum harten und unerwarteten Einzelzeitfahren. Gute Pferde springen knapp: Ich springe auf den Bahnsteig: Der ICE steht schon da. Schnell reingesprungen mit dem Rad in der Hand. Kurz mit der Schaffnerin verhandelt. Das Rad verpackt. Das Paket verstaut. Ausgeschwitzt. Hingesetzt. Pünktlich zum Elternabend wieder in Göttingen. Alles richtig gemacht. Wie Walter immer sagt.

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