Nach dieser Ausfahrt sind nicht die Beine schwer, sondern das Gemüt.
Die Gedenkfahrt für Lisa Iglseder hat mir schwer aufs Gemüt geschlagen … Die 32-Jährige (ehemalige) Tuspo-Vereinskameradin ist Anfang August bei einem Verkehrsunfall in Österreich ums Leben gekommen. Heute um 17:30 traf sich die Göttinger Rennrad-Community (allem voran die Mitglieder von Tuspo, ASC, RSC und der Tanline Crew) zum Gedenken samt anschließender gemeinsamer Ausfahrt.
Nein, nicht dass ich Lisa wirklich persönlich gekannt hätte. Nicht, dass ich je wissentlich einen Meter neben ihr geradelt bin. Nicht, dass ich ihren Palmarès verfolgte. Und dennoch verbindet mich viel mit ihr. Wie wohl mit jede:m, der oder die passioniert aufs Rad steigt. Ganz egal, was für ein Mensch Lisa war. Ganz egal, wie „gut“ sie Rad fuhr. Ganz egal, welche Ambitionen sie auf der Strecke verfolgte. Es ist das allgegenwärtige Risiko, das uns verbunden hat.
Nenne es „Selbstverwirklichung“ oder „unnötiges Risiko im Sport“; nenne es „den Reiz des Lebens“ oder nenne es schlicht „Leben 1.0“. Wer in Fahrt ist, der oder die kann auch endgültig ausgebremst werden. Das sollte man stets im Blick haben … wenn man erneut startet. Denn es ist kein Grund, eine Fahrt nicht zu starten; es ist der Grund, besonnen zu unterwegs zu sein. Auf dem Rad wie im (restlichen) Leben!
Mein Mitgefühl gilt ihren Hinterbliebenen!
Meine Vorsicht gilt dem nächsten Meter, stets könnte es der letzte sein!
Ride in Peace Lisa!
GuF







